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Green Panther Annual 2013

PRoF. DR. FRANZ lIEBl PROFESSOR FÜR STRATEGISCHES MARKETING UNIVERSITÄT DER KÜNSTE BERLIN INSTITUT FÜR THEORIE UND PRAXIS DER KOMMUNIKATION JURY-VORSITZENDER GREEN PANTHER 2013 Am Anfang eines gelungenen Entscheidungsprozes- ses steht die Diskussion über Werte. Hierzu gehört insbesondere ein gemeinsam geteiltes Bild darüber, was man als Jury auszeichnen will. Der Green Panther Award ist kein Effizienzpreis, der einer ökonomisch- technokratischen Logik folgt, sondern ein Kreativpreis. Aber er ist eben ein Kreativpreis für Auftragskommu- nikation. Eine Bewertung ohne Berücksichtigung des intentionalen Moments wäre folglich nicht angemessen, schließlich soll nicht Kunst prämiert werden. Anders als in dem angejahrten Diktum „Werbung ist Kunst“ geht es vielmehr um ein Paradox, das sich als „Strategische Kunst“ verstehen lässt. Auf einer gemeinsam geteilten Wertegrundlage und im Wissen um dieses Paradox haben wir als Jury die Gewinner gekürt. Unserer Einschätzung nach waren in der Leistungsdichte und im Leistungsniveau zwischen den verschiedenen Kategorien durchaus erkennbare Unterschiede festzustellen. Wobei eine ironische Volte darin bestand, dass in Zeiten massiver Digitalisierung der Lebenswelten in der Kategorie Print Design beson- ders viele exzellente Einreichungen zu finden waren. Eine genauere Betrachtung des Gesamtbilds zeigt zu- dem, bei wie vielen prämierungswürdigen Entwürfen Globalstruktur und Lokalkolorit eine gelungene Ver- bindung eingehen. Und schließlich dokumentiert der Sieger im Bereich Print Media Communications, dass die Strategie nicht zu Lasten der Kunst gehen muss: Die Zusammenarbeit mit dem Künstler Erwin Wurm schafft den Brückenschlag zwischen Überraschung, Verständlichkeit und Dienst an der Marke. Ich danke an dieser Stelle den Organisatoren für die perfekte Wettbewerbslogistik und meinen Kollegen in der Jury für die anregenden Gespräche. Wir gratulieren den siegreichen Bewerbern, die das Leistungsprofil strategischer Kunst in der Steiermark weiter schärfen mögen. ein Brückenschlag zwischen kunst und strategie 12

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