Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Steirischer Bildungsberater

wären, ist dies den Erziehungsberechtigten unverzüglich mitzuteilen und dem Schüler sowie den Erziehungsberechtigten vom Klassenvorstand oder vom unterrichtenden Lehrer Gele- genheit zu einem beratenden Gespräch zu geben (Frühwarnsystem). Dabei sind insbesondere Fördermaßnahmen zur Vermeidung dieser negativen Beurteilung (z.B. Analyse der Lerndefi- zite unter Einbeziehung der indivduellen Lern- und Leistungsstärken, Fördermöglichkeiten, Förderunterrichtsangebote, Leistungsnachweise) zu erarbeiten und zu beraten. Dies gilt für Berufsschulen mit der Maßgabe, dass die Verständigung auch an den Lehrberechtigten zu ergehen hat, wenn die Leistungen eines Schülers aufgrund der bisher erbrachten Leistungen in einem Pflichtgegenstand zum Ende eines Lehrgangs mit „Nicht genügend” zu beurteilen wäre. Ganztägige Schulformen Ab dem Schuljahr 1994/95 wurden die ganztägigen Schulformen aufgrund der 15. SchOG- Novelle aufsteigend von der ersten Klasse ins Regelschulwesen übernommen. Die gesetzlichen Regelungen sehen zwei Arten vor: a) Verschränkte Abfolge von Unterrichts- und Betreuungsteil: Unterrichts- und Betreuungsteil wechseln einander ab. Dieses Modell entspricht dem früheren Schulversuch „Ganztagsschule“. Eine Anmeldung gilt für alle Tage der Woche, die gesamte Schuldauer und für alle Schüler einer Klasse; die Erziehungsberechtigten von mindestens zwei Drittel der betroffenen Schüler und mindestens zwei Drittel der betrof- fenen Lehrer müssen dieser Organisationsform zustimmen. b) Getrennte Abfolge von Unterrichts- und Betreuungsteil: Der nachmittägliche Betreuungsteil schließt an den Vormittagsunterricht an und besteht aus Mittagessen, Freizeit und täglicher Lernzeit. Dieses Modell entspricht dem früheren Schulversuch „Tagesheimschule“. Eine Anmeldung kann auch für einzelne Tage der Woche erfolgen und gilt jeweils für das laufende Schuljahr. Eine Abmeldung vom Betreuungsteil kann nur bis spätestens drei Wochen vor Ende des ersten Semesters erfolgen, außer bei besonders berücksichtigungswürdigen Gründen. Bei beiden Formen ist ein Verpflegungsbeitrag und ein Betreuungsbeitrag (ca. Euro 80,–) zu leisten. Bei geringem Familieneinkommen besteht die Möglichkeit, Ermäßigungsbei- träge zu gewähren. Der entsprechende Antrag ist in der Schule einzubringen (siehe Seite 266, „Schülerbeihilfe“). Gewerbliche Berechtigungen nach dem Abschluss einer berufsbildenden mittleren oder höheren Schule: Für die selbstständige Ausübung eines Gewerbes muss eine Befähigungsprüfung abgelegt werden. Die für die Zulassung erforderliche einschlägige fachliche Tätigkeit wird durch die Absolvierung berufsbildender mittlerer oder höherer Schulen zum Teil ersetzt. Für die Eröffnung eines handwerklichen Betriebes ist die Ablegung der Meisterprüfung er- forderlich. Absolventen einschlägiger berufsbildender mittlerer Schulen können diese nach zweijähriger Praxis ablegen, bei Absolventen einschlägiger berufsbildender höherer Schulen entfällt die Meisterprüfung, nicht jedoch die Praxiszeit. Der bei der Befähigungs- bzw. Mei- sterprüfung erforderliche Prüfungsteil „Unternehmerprüfung“ entfällt beim erfolgreichen Abschluss einer berufsbildenden mittleren oder höheren Schule, deren schwerpunktmäßige Ausbildung im betriebswirtschaftlich-kaufmännischen Bereich liegt. EE Kapitel 2: Allgemeine Informationen 27

Seitenübersicht