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Steirischer Bildungsberater - Sonderpädagogische Einrichtungen in der Steiermark

4.2. Sonderpädagogische Einrichtungen in der Steiermark 4.2.1. Sonderpädagogischer Förderbedarf Ein Sonderpädagogischer Förderbedarf (SPF) liegt dann vor, wenn das Kind infolge physischer oder psychischer Behinderung dem Unterricht in der Volks-, NMS- oder Polytechnischen Schule ohne sonderpädagogische Förderung nicht zu folgen vermag. Ungenügende Schullei- stungen ohne das Bestimmungsmerkmal der Behinderung begründen keinen sonderpädago- gischen Förderbedarf. Bei der Feststellung des SPF handelt es sich aus rechtlicher Sicht noch nicht um die Festlegung bestimmter Maßnahmen für das betreffende Kind, sondern um eine allgemeine Feststellung, dass für das Kind eine sonderpädagogische Unterstützung erforderlich ist. Die konkreten sonderpädagogischen Fördermaßnahmen sind auf Grund des sonderpäd- agogischen förderdiagnostischen Gutachtens zu planen und festzulegen. Eine regelmäßige Überprüfung der Maßnahmen ist notwendig, da der sonderpädagogische Förderbedarf keine unveränderbare Größe oder Diagnose darstellt. Ein Kind, das infolge einer Behinderung nicht in der Lage ist, dem Unterricht der Volks-, NMS- oder Polytechnischen Schule zu folgen, kann mit zusätzlichen Maßnahmen gefördert werden. Die Eltern haben die Wahl zwischen dem Besuch einer Sonderschule oder einer geeigneten Regelschule. (Sprengelschule) Hierbei geht man folgendermaßen vor: • Die Eltern gehen zur zuständigen Schule und beantragen bei der Direktion die Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs (SPF). Bei Bedarf kann auch um eine Untersu- chung durch einen Schulpsychologen angesucht werden. • Sobald das Verfahren abgeschlossen ist, erhalten die Eltern einen Bescheid des Landes- schulrates mit Wiederspruchsmöglichkeit • Danach haben die Eltern die Wahl, ihr Kind eine integrative Klasse in einer Volks-, NMS- oder Polytechnischen Schule oder eine Sonderschule besuchen zu lassen. Gegen den Willen der Eltern kann ein Kind nicht in die Sonderschule eingewiesen werden. • Wenn das Kind eine integrative Klasse besucht, kann eine zusätzliche Lehrperson in der Klasse eingesetzt werden, und das Kind kann nach dem Lehrplan der eigenen Schulart auf einer anderen Schulstufe oder nach einem anderen Lehrplan unterrichtet werden. • Sind diese besonderen Maßnahmen unter Umständen nicht mehr erforderlich, kann der SPF auf die gleiche Art und Weise wieder aufgehoben werden. Auskunft und Unterstützung erhalten die Eltern in diesem Falle vom zuständigen Zentrum für Inklusiv- und Soderpädagogik (ZIS). Sonderschulen in der Steiermark: Allgemeine Sonderschulen (ASOs) ASOs sind Schulen für Kinder mit Lernbehinderungen und Lernstörungen. Standorte gibt es in Bruck/Mur, Feldbach, Fürstenfeld, Gleisdorf, Gröbming, Hartberg, Judenburg, Kapfenberg, Knittelfeld, Krieglach, Leibnitz, Liezen, Voitsberg, Weiz. Die private Sonderschule Pius Institut EE Kapitel 4: Volksschulen – Sonderpädagogische Einrichtungen 49

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