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Notfall- und Krisenleitfaden für Schulen

verfasst vom Bundesministerium für Inneres

99 Empfehlungen zur Alltagsgewalt (3) Netzwerke bilden – in Kommunikation bleiben! • Bei einer auftretenden Problematik sollten Schüler, Lehrer, Eltern, Schulpsychologen, Präventionsbeamte und soziale Einrichtungen (Jugendwohlfahrt) eingebunden werden. Bildung Krisengremium? • Nur gemeinsam kann an ein solches Problem herangegangen werden. Es sind keine Schuldfragen aufzuwerfen. Vielmehr ist eine Klärung herbeizuführen, wer etwas zur Verbesserung der Situation beitragen kann. Empfehlungen zu Bedrohungsszenarien (1) „Leaking“ beachten = Durchsickern von Anzeichen, dass sich eine Situation möglicherweise zuspitzt: • Mehr oder weniger klare Drohungen per SMS, Anrufe, Briefe, Zeichnungen, Gedichte • Eigene Gewaltdarstellung im Internet/Facebook • Direkte Ankündigung von Rachefeldzügen • Tagebucheintragungen • Gewalttätige Spiele mit Personifizierung auf Schulbereiche • Suizidäußerungen, etc. Empfehlungen zu Bedrohungsszenarien (2) Individuelle Warnhinweise können sein: • Labile und impulsive Persönlichkeitsstruktur • Eingeschränkte Frustrationstoleranz • Spontane Stimmungsschwankungen • Starker Ich-Bezug und Mangel an Selbstkritik • Aggression gegen Mitschüler und Lehrer • Asoziales Verhalten • Kontaktscheue, Abschottung, Ausgrenzung • Waffen- und Gewaltaffinität • Instabile Familienverhältnisse • Selbstzerstörerische, suizidale Tendenzen • Traumatisierungsanzeichen • Außenseiter oder Schüler mit plötzlichen Wesensveränderungen (Rückzug, somatische Beschwerden, Leistungs- rückfall) ansprechen und ergründen, was sie emotional beschäftigt (kränkende Ereignisse, Konflikte, etc.) Sorge artikulieren, Verständnis zeigen, keine Vorwürfe machen! • Vermeintliche Opfer auf die gleiche Weise ansprechen und ergründen, was in ihrem Verhalten mit dazu beiträgt, dass ausgerechnet sie zum Opfer werden. Sorge artikulieren, Verständnis zeigen, keine Vorwürfe machen! Empfehlungen zur Alltagsgewalt (2)