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Notfall- und Krisenleitfaden für Schulen

verfasst vom Bundesministerium für Inneres

100 Empfehlungen zum Vorgehen im Notfall • Überblick verschaffen/Struktur geben: Was ist passiert? Wer ist betroffen? Was ist zu tun? • Eingreifen: Verständigung der Einsatzkräfte Wenn möglich, Gewalt unterbrechen, Erste Hilfe leisten, Gefährdete in Sicherheit bringen • Unbeteiligte: in die Struktur einbinden oder vom unmittelbaren Geschehnisort wegschicken • Mögliche Täter beobachten, isolieren, beschäftigen Wenn sie bereits festgehalten wurden oder aufgegeben haben – nie alleine lassen!!!! Sonderfall „Bewaffneter Schüler in Klasse“ (1) Ohne konkrete Bedrohungshandlung: • Ruhe bewahren, nichts überstürzen • Risikoabschätzung vornehmen (Ist die Waffe verborgen oder bereits erkannt; wie ist das Nahverhältnis: Schultasche, Bankfach, im unmittelbaren Nahebereich?) • Mögliche Entwicklungsszenarien bedenken • Nach Möglichkeit Schüler nicht auf die Waffe ansprechen • Handlungssicherheit durch Trennung Schüler – Waffe herstellen (ablenken, Schüler an die Tafel rufen, aus der Klasse locken, Turnunterricht ansetzen, etc.) • Schüler isolieren, ansprechen, Gesprächsbereitschaft artikulieren • Unnötiges Aufsehen und unnötige Kriminalisierung vermeiden • Mitschüler an verbaler Konfrontation mit bewaffnetem Schüler hindern • Polizei verständigen Sonderfall „Bewaffneter Schüler in Klasse“ (2) Mit konkreter Bedrohungshandlung: • Ruhe bewahren, Deeskalationsmaßnahmen setzen • Bei Streit – rasche Trennung der Streitparteien (bedrohte Schüler räumlich entfernen) • Vorschlag der Gesprächsführung ohne Bewaffnung • Physische Annäherung ausschließen • Handlungsalternativen besprechen – positive Perspektiven der Lagelösung glaubhaft machen • Natürliche Hemmschwellen hochhalten – nicht anonymisieren lassen • Bei Entwicklung zu einer Geisellage noch zurückhaltender agieren – passiv werden! • Polizei verständigen Hinweis auf die Problematik des Umgangs mit auffälligen und in Verdacht geratene(n) Schüler(n): • Schwierige Unterscheidung zwischen „Scherz“ und „Ernst“ • Ein zu krasses Einschreiten im Vorfeld kann zur Etikettierung und möglichen schlimmen Folgen bis hin zum Suizid des Schülers führen. • Ein inkonsequentes Verhalten kann zur Umsetzung einer beabsichtigten Tat führen. Schwierigkeit der Problemlösung