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Notfall- und Krisenleitfaden für Schulen

verfasst vom Bundesministerium für Inneres

111 Ein von der Schulleitung festgelegtes Codewort ist den Lehrer/innen nachweislich bekannt zu geben und in geeigneter Form nur im Konferenzzimmer sichtbar zu machen. Schüler/innen ist das Codewort im Vorfeld nicht mitzuteilen. Das Codewort bedeutet „Ende der Gefährdungssituation“. Im Ernstfall kann das entsprechende Codewort durch Zuruf oder über Lautsprecher, soweit akustische Einrichtungen vorhanden sind, durchgegeben werden. In diesem Zusammenhang wird auf die jährlich durchzuführende Übung für den Ernstfall anlässlich eines Katastrophenfalles hingewiesen (§ 6 Abs. 2 Schulordnung). Die Auskunftserteilung gegenüber der Presse erfolgt ausnahmslos durch das Krisenteam des Landesschulrates. Alle Lehrer/innen und sonstigen Bediensteten der Schule sind mit Nachdruck darüber zu informieren. Die Schüler/innen sollen im Rahmen des lehrplanmäßigen Unterrichts auf die juristischen Folgen von Gewalt und Drohung mit Gewalt hingewiesen werden. Die konkreten Themen wie Amok oder Bombendrohung sollten dabei, um eine Nachahmungstäterschaft zu verhindern, nicht angesprochen werden. Bei Eintritt eines Notfalles an einer Schule sind die Regelungen des Erlasses XII Schu1/64-2008 vom 7. Februar 2008 - Alarmierung im Notfall zu beachten. Für vorbeugende Maßnahmen stehen überdies die schulpsychologischen Beratungsstellen zur Verfügung (Erlass vom 5. November 2007, GZ.: XII Schu 1/58-2007, Erreichbarkeit von Schulpsycholog/inn/en in Notsituationen). In der Anlage wird ein Verhaltenskodex des Bundesministeriums für Inneres mit Tipps im Umgang mit Aggressionen von Schüler/innen (Gewalt, Drohung, Amok) vom Oktober 2009 übermittelt. Insbesondere wird darauf hingewiesen, dass seitens der Schule mit der zuständigen Polizeiinspektion Kontakt aufzunehmen ist und die Möglichkeiten der polizeilichen Präventionsarbeit in Anspruch genommen werden soll. Die Erarbeitung von Notfallplänen im Zusammenwirken mit der Polizei wird empfohlen. Dieser Erlass wird weder im Verordnungsblatt des Landesschulrates noch in den Verordnungsblättern der Bezirksschulräte verlautbart bzw. einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht; insbesondere hat eine den Schüler/inne/n zugängliche Verlautbarung in der Schule zu unterbleiben.“ Der Erlass I Se 1/5-1983 vom 21. Oktober 1983 tritt außer Kraft. Mit freundlichen Grüßen Der Amtsführende Präsident: Mag. Erlitz