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Notfall- und Krisenleitfaden für Schulen

49© Mag. Daniela Janisch, 2010 7.2. Kalium-Jodid-Einverständniserklärung Sehr geehrte Eltern! Wir wollen die Gelegenheit wahrnehmen, Sie über die Aktion der Gesundheitsbehörden „Kalium-Jodid-Prophy- laxe an Schulen als Vorsorgemaßnahme bei großräumiger Verstrahlung mit radioaktivem Jod“ zu informieren. Sollte im Falle eines Kernkraftwerksunfalls die Alarmierung während der Schulzeit erfolgen, muss die Schule die 1. Tagesdosis für Ihr Kind bereithalten – falls Sie das wünschen (bei Internatsschülern für 3 Tage). Wir bitten Sie daher, das Merkblatt zu studieren bzw. sich mit Ihrem Arzt in Verbindung zu setzen und uns Ihre Einverständ- niserklärung oder Ablehnung bekanntzugeben. (Abschnitt unten) MERKBLATT FÜR ELTERN Warum sollen Kalium-Jodid-Tabletten eingenommen werden? Bei einem Kernkraftwerksunfall können radioaktive Stoffe, unter anderem auch radioaktives Jod, freigesetzt werden. Das radioaktive Jod kann mit dem Wind über weite Strecken verbreitet werden und mit der Atemluft in den Körper gelangen. Dort wird es in der Schilddrüse gespeichert. Durch die Strahlenbelastung der Schilddrüse kann nach einigen Jahren gehäuft Schilddrüsenkrebs entstehen, wobei die Wahrscheinlichkeit des Auftretens bei Kindern mindestens doppelt so hoch ist wie bei Erwachsenen. Durch rechtzeitiges Einnehmen von Kaliumjodid- tabletten kann die Speicherung von radioaktivem Jod in der Schilddrüse verhindert werden. Die Tabletten bieten jedoch keinen Schutz gegen andere radioaktive Stoffe oder gegen Strahlung von außen. Dosierung: pro Tag 1 Tablette (vom 3. bis 12. Lebensjahr) pro Tag 2 Tabletten (vom 12. Lebensjahr an) Die Dauer der Einnahme wird durch die Medien im Katastrophenfall bekanntgegeben. Wann sollen Kalium-Jodid-Tabletten eingenommen werden? Die Tabletten dürfen im Katastrophenfall nur nach Anordnung durch die Behörden eingenommen bzw. verab- reicht werden. Warnung durch Sirene oder Lautsprecherwagen, Radio/TV. Nur nach behördlicher Aufforderung werden Kalium-Jodid-Tabletten an Kinder und Jugendliche ausgeteilt. Die Aufforderung kann auch während der Schulzeit erfolgen, daher ergibt sich die Notwendigkeit, in der Schule Tabletten bereitzuhalten. ACHTUNG: Folgende Personen dürfen Kalium-Jodid-Tabletten nicht einnehmen: • Personen, die an einer Jodüberempfindlichkeit leiden. • Personen, die an einer sehr seltenen Hautkrankheit leiden. BEI GESUNDEN SIND KAUM NEBENWIRKUNGEN BEKANNT. ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- EINVERSTÄNDNISERKLÄRUNG ZUR VERABREICHUNG VON KALIUM-JODID-TABLETTEN AN DER SCHULE Name der Schülerin/des Schülers _______________________________________________________ Geburtsdatum _______________________________________________________ Name der/des Erziehungsberechtigten _______________________________________________________ l JA, ich erteile die Einwilligung, meinem Kind im Katastrophenfall – nach Aufforderung durch die Ge- sundheitsbehörden – Kalium-Jodid-Tabletten zu verabreichen und bestätige, dass mir für mein Kind keine Unverträglichkeiten bzw. Gegenanzeigen gegen die Einnahme von Kalium-Jodid-Tabletten bekannt sind! l NEIN, ich erteile die Einwilligung nicht. Datum Unterschrift