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Notfall- und Krisenleitfaden für Schulen

5© Mag. Daniela Janisch, 2010 Im Rahmen meiner Tätigkeit als Assistentin der Di- rektion am Gymnasium der Ursulinen in Graz und als Mitglied des Krisen- und Notfallteams der Schule habe ich versucht, einen Leitfaden für empfohlene Handlungsweisen in schulischen Extremsituationen zu entwickeln. Dieser sollte ein hypothetisches Erle- ben einer Krise bzw. eines Notfalls ermöglichen, um in der realen Situation vom Übungseffekt profitieren zu können. Des Weiteren wurde an einen derartigen Plan der Anspruch gestellt, in einer bereits eingetretenen Kri- sen- bzw. Notfallsituation, einen stützenden Hand- lungsleitfaden in Händen zu haben und diesen Punkt für Punkt abarbeiten zu können. Dieser sollte, im meist vorherrschenden Chaos solcher schulischen Extremsituationen, die Helfer entlasten. Es sollten für alle Mitglieder des Krisen- und Notfallteams aus ei- ner Mappe herausnehmbare Anweisungen existieren. Diese würden, wenn sie befolgt werden, eine ideale gesamthafte Krisen- bzw. Notfallabhandlung ergeben, da die einzelnen abgearbeiteten Teilbereiche perfekt ineinander greifen. Vorteilhaft wären auch Vorlagen für Briefe, Protokolle und ähnliches, die in solch zeit- lich angespannten Momenten nur noch angepasst und nicht erst kreiert werden müssten. Es konnten Abhandlungen über einzelne Extremsitu- ationen gefunden werden, aber es gab keinen Plan, der die oben genannten Ansprüche erfüllt. Da so ein umfassender und sowohl praxisnaher als auch theo- retisch, organisatorisch ausgeklügelter Plan weder im Internet noch bei diversen Einsatzstellen oder Behör- den zu bekommen war, wurde die Idee zur eigenen Erstellung eines solchen in die Tat umgesetzt. Ausge- gangen wurde dabei von folgenden fünf Werken: • „Notfallmappe des Krisenkoordinationsteams BULME Graz“ (2003) • „Umgang mit Hindernissen des Systems bzw. Ak- zeptanz der Notwendigkeit eines Krisenteams“, Abschlussarbeit für den Akademielehrgang „Kri- senmanagement“, Dipl.-Päd. A. Hammer (2005) • „Richtlinien für das Verhalten in der Schule nach einem Suizid“, PD Dr. K. Michel, Psychiatrische Poliklinik Inselspital, 3010 Bern, Arbeitsgruppe Schulzentrum Längenstein, Spiez, D. Vorster, Kin- der- und Jugendpsychiatrischer Dienst des Kantons Luzern, R. Probst, Lehrer Kantonsschule Sursee • „Im Notfall“ verfasst im Auftrag des Magistrates Graz – Rechtsamt/Zivilschutzreferat und des ORF, Graz • Handlungsleitfaden für Pädagoginnen und Päda- gogen im Umgang mit speziellen Problemsituatio- nen „…was tun?“ der Abteilung Schulpsychologie/ Bildungsberatung des Landesschulrates für Steier- mark, verfasst von Dr. J. Zollneritsch, Dr. A. Scholz, Mag. A. Tankel, Dr. E. Tholen, Dr. R. Wamser, in der 5. Auflage vom Jänner 2009. Vorwort und Ziel der Arbeit Kapitel 1 Hinweis: Da in Extremsituationen die Zeit das knappe Gut schlechthin ist, wird in dieser Arbeit zugunsten der besseren und vor allem schnelleren Lesbarkeit auf die Verwendung der geschlechtsneutralen Form verzichtet.