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Notfall- und Krisenleitfaden für Schulen

95© Mag. Daniela Janisch, 2010 Zusammenfassung Kapitel 13 In dieser Arbeit wurde das im Universitätskurs „Kri- sen- und Suizidprävention im Kinder- und Jugend- bereich“ vermittelte Wissen mit meiner beruflichen Erfahrung (Sekretariat der Schule/Kriseninterventi- ons- und Krisenpräventionsteam) verwoben. Es wurde der Versuch gestartet, Krisen bzw. Notfälle im schuli- schen Krisen- und Notfallinterventionsbereich mittels eines vorab erstellten und durchdachten Leitfadens zu entschärfen und auf mögliche Handlungsweisen in Krisen- und Notfallsituationen vorzubereiten. Damit soll es den Teams zukünftig ermöglicht werden, den Fokus auf die Bewältigung von Krisen/Notfällen und nicht auf das Bewältigungsmanagement zu legen! Es wurden verschiedene schulische Extremsituationen hypothetisch abgehandelt, daraus die erforderlichen Verhaltensstrukturen abgebildet und schriftlich zu- sammengefasst. Somit ist es möglich, in der realen problematischen Situation schneller, effizienter und effektiver reagieren zu können. Die Anleitungen aus dem Plan sollen im Moment des Eintretens einer Ausnahmesituation den Grad der Komplexität der Situation verringern und die Perplexität der agieren- den Personen nehmen. Ein weiterer Vorteil dieses Leitfadens besteht darin, das gesamte Wissen über die Krisen- und Notfallabwicklungen nachschlagen zu können und nicht auswendig wissen zu müssen. Dieser Plan ist so aufgebaut, dass er als Gesamtwerk der Schulleitung und dem Personal zu Informations- und Präventionszwecken dient. Zusätzlich werden den einzelnen handelnden Personengruppen die für sie relevanten Teilbereiche des Planes übergeben. Ein aufmerksames Studium des Leitfadens vorausgesetzt, kann mit einer meist chaotisch ablaufenden Extrem- situation besser umgegangen werden. Der Leitfaden ist möglichst allgemein gehalten, deckt aber trotzdem sehr viele Eventualitäten ab. Er dient als eine Art „Sicherheitsnetz“ für Schulen in Extremsi- tuationen. Der Notfallplan gibt Anstoß für eine klare Rollenverteilung im schuleigenen Präventions- und In- terventionsteam für Krisen und Notfälle und bewirkt eine Steigerung des Verantwortungsbewusstseins im Lehrkörper. Idealerweise wird diese Arbeit durch Schulungsangebote von Seiten des Landesschulrates ergänzt (z.B.: Erste-Hilfe-Kurse oder Realtrainings- einheiten „Was tun, wenn ...“).