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SeniorInnenhandbuch 2013

31Das Grazer SeniorInnenbüro – Die Servicestelle für SeniorInnen mit SeniorInnen – Tel. (0316) 872-6390, -6391, -6392 Wer über sein Vermögen verfügt, zum Beispiel eine Wohnung oder ein Haus, sollte sich seiner Verantwortung gegenüber den Hinterbliebenen bewusst sein. Das ist grundsätzlich keine Frage des Alters. Der Ehegatte, auch bei kinderlosen Paaren, erbt nicht automa- tisch alles, sondern teilt sich den Nachlass mit den nächsten Verwandten des Verstorbenen. Prinzipiell gilt, dass minderjährige Kinder als Erben immer unter der Aufsicht des Pflegschaftsgerich- tes stehen, was die Flexibilität der Erben wesentlich einschränkt. Klarzustellen ist weiters, dass in Österreich der Lebensgefähr- te nicht erbberechtigt ist, unabhängig von der Dauer der Le- benspartnerschaft. In diesem Fall ist eine letztwillige Anordnung (auch) zugunsten des Partners unabdingbar, sonst geht dieser leer aus. Eine letztwillige Anordnung ist aber an strenge Formvorschriften gebunden. Wenn man diese beachtet kann man eine einfache letztwillige Anordnung auch selber schreiben. Leider zeigt die Praxis, dass schon die einfachsten letztwilligen Anordnungen oft Fehlerquellen in sich bergen. Es ist deshalb ratsam, eine letztwillige Anordnung beim Notar zu errichten, der die formale und rechtliche Gültigkeit garantiert. Die letztwillige Anordnung wird überdies im Zentralen Testamentsregister gespeichert und kann somit nicht übersehen werden. Erben – Schenken – Übergeben Als Spezialist in erbrechtlichen Fragen umfasst das Service des Notars nicht nur die Abwicklung von Verlassenschaften, sondern auch die Beratung im Vorfeld. Durch rechtzeitige Vermögensüber- tragungen in Verbindung mit einer entsprechenden Absicherung des Veräußerers, beispielsweise einem Wohnrecht, einem Be- lastungs- und Veräußerungsverbot usw., können nämlich Nach- folgeregelungen bereits zu Lebzeiten getroffen und abgesichert werden. In diesen Prozess sollten alle pflichtteilsberechtigten Familienmitglieder einbezogen werden, um späteren Streit zu vermeiden. Notarielle Erb- und/oder Pflichtteilsverzichtsverträ- ge sind bewährte Instrumente, die in diesem Zusammenhang einen Generationenwechsel reibungsloser gestalten können. Der durchführende Notar berücksichtigt dabei neben den be- reits erwähnten erb- und pflichtteilsrechtlichen Fragestellungen selbstverständlich auch steuerliche, sozialversicherungsrechtli- che und sonstige rechtliche Aspekte, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Vor allem der steuerliche Aspekt ist trotz Wegfalls der Erbschafts- und Schenkungssteuer nach wie vor von großer Bedeutung. Kontaktieren Sie den Notar Ihres Vertrauens, der die Notwendig- keit und Möglichkeiten der Vermögensregelung gemeinsam mit Ihnen erörtern wird.

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