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SeniorInnenhandbuch 2013

37Das Grazer SeniorInnenbüro – Die Servicestelle für SeniorInnen mit SeniorInnen – Tel. (0316) 872-6390, -6391, -6392 Die Rezeptgebühr in Österreich Für jedes Medikament, das Sie auf Kosten Ihrer Krankenkasse beziehen, müssen Sie in der Apotheke eine Rezeptgebühr von Euro 5,30 zahlen. Wenn das Medikament weniger als diesen Betrag kostet, entfällt die Rezeptgebühr und es ist der Preis des Medikaments zu zahlen. Personen mit geringem Einkom- men (Alleinstehende bis Euro 837,63 netto pro Monat) können über Antrag von dieser Gebühr befreit werden. Bezieher einer Ausgleichszulage sind grundsätzlich ohne Antrag befreit. Seit 1. Jänner 2008 muss jeder Versicherte nur so lange die Rezeptge- bühr zahlen, bis er im laufenden Jahr mit diesen Zahlungen einen Betrag von 2 Prozent seines Jahres-Nettoeinkommens erreicht hat. Danach ist er für den Rest des Jahres von der Rezeptgebühr befreit. Um auch weiterhin einen sinnvollen Einsatz der Mittel der Krankenversicherung sicherzustellen, ersuchen wir Sie in ihrem eigenen Interesse um einen verantwortungsvollen Umgang mit den benötigten Medikamenten. Wie die Rezeptgebührenobergrenze umgesetzt wird Die Sozialversicherung führt für jeden Versicherten ein eigenes Rezeptgebühren-Konto. Auf der einen Seite wird das Jahres- Nettoeinkommen verbucht. Auf der anderen Seite werden die im laufenden Jahr bezahlten Rezeptgebühren, soweit sie der Sozialversicherung bekannt sind, addiert. Sind damit 2 Prozent des Jahres-Nettoeinkommens erreicht, wird dies dem verschrei- befreiung von der Rezeptgebühr bei Erreichen der persönlichen Einkommens-Obergrenze benden Arzt in der Ordination angezeigt, sobald die e-card des Versicherten in den Kartenleser gesteckt wird. Der Arzt bzw. die Ordinationshilfe sieht nur, dass eine Befreiung vorliegt, nicht jedoch aus welchem Grund, und vermerkt wie bisher diese Be- freiung auf dem Rezept. In der Apotheke wird dem Versicherten die Rezeptgebühr nicht mehr in Rechnung gestellt. Die Befreiung aufgrund der Rezept- gebührenobergrenze führt jedoch nicht zu einer Befreiung von Kostenanteilen für Heilbehelfe und Hilfsmittel (z.B. Brillen, Krü- cken, Rollstühle) oder Spitalskostenbeiträgen nach den Landes- gesetzen. Einige wichtige Details… Die Ermittlung des Jahres-Nettoeinkommens Die Sozialversicherung kennt von jedem Versicherten die Jahresbeitragsgrundlage/n, weil auf dieser Basis ja die Sozialversi- cherungsbeiträge berechnet werden. Sonderzahlungen (Urlaubs- und Weihnachtsgeld etc.) werden generell nicht berücksichtigt. Bei Erwerbstätigen wird das Jahres-Nettoeinkommen aufgrund der Sozialversicherung bekannten Jahresbeitragsgrundlage/n analog den Bestimmungen des Arbeitslosenversicherungsge- setzes berechnet. Es wird immer ein gesamtes Kalenderjahr im Nachhinein betrachtet, nicht die einzelnen Monate und auch nicht das laufende Jahr. Unterschiede zwischen Ihrer

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