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SeniorInnenhandbuch 2013

38 Das Grazer SeniorInnenbüro – Die Servicestelle für SeniorInnen mit SeniorInnen – Tel. (0316) 872-6390, -6391, -6392 aktuellen Einkommenssituation und der zuletzt bekannten Berechnungsgrundlage/n werden jeweils im Folgejahr berück- sichtigt. Bei Pensionisten wird/werden die im laufenden Kalen- derjahr bezogene/n Nettopension/en zur Berechnung herange- zogen. Die Apotheken rechnen monatlich im Nachhinein mit der Kran- kenversicherung ab. Es dauert im Durchschnitt sechs bis acht Wochen nach Ende des betreffenden Kalendermonats, bis die Re- zeptdaten im Rezeptgebührenkonto aufscheinen. Wenn deshalb oder aus anderen Gründen ein Versicherter zunächst „zu viel“ Rezeptgebühren bezahlt hat, wird dies im nächsten Kalenderjahr durch eine Gutschrift berücksichtigt und führt in der Folge zu ei- ner früheren Erreichung der Rezeptgebühren-Obergrenze. Sollte es zu keiner Anrechnung des Guthabens im Folgejahr kommen, so kann dieses über Antrag frühestens im zweitfolgenden Kalen- derjahr ausgezahlt werden. Versicherte mit einem Einkommen unter dem Einzelrichtsatz für die Ausgleichszulage, die nicht von der Rezeptgebühr befreit sind, verfügen entweder über sonsti- ges eigenes Einkommen oder leben mit einem Ehegatten oder Lebensgefährten mit eigenem Einkommen im gemeinsamen Haushalt. Daher wird das Jahresnettoeinkommen mindestens aufgrund des Zwölffachen des Ausgleichszulageneinzelrichtsatzes berechnet. Jeder Versicherte, der nicht wegen sozialer Schutzbedürftigkeit von der Rezeptgebühr befreit ist, hat daher mindestens 37 Re- zeptgebühren pro Jahr zu zahlen. Die Rolle der e-card Die e-card wird verwendet, um in der Ordination dem Arzt so rasch wie möglich anzuzeigen, dass eine Befreiung aufgrund Erreichung der 2-Prozent-Obergrenze vorliegt. Die e-card ist eine Schlüsselkarte: Sie enthält selbst keine medizinischen Daten, sondern dient als Zugang zu den hoch sicheren Datenbeständen der Sozialversicherung. Sie ist damit der ideale Weg, um der Or- dination rasch anzuzeigen, dass eine Rezeptgebührenbefreiung vorliegt. Die zeitnahe Ermittlung einer Befreiung aufgrund der Obergrenze Eine aktuelle Berechnung, ob die Obergrenze bereits erreicht wurde, ist aus verschiedenen Gründen leider nicht möglich. Da die aktuellen Jahres-Nettoeinkommen der Erwerbstätigen der Sozialversicherung nicht bekannt sind, hat man sich zu einer Betrachtung im Rückblick auf das zurückliegende Kalenderjahr entschlossen: So wird 2013 auf Basis der Einkommensdaten 2012 (sofern vorhanden; sonst wird das jeweils aktuellste verfügbare Jahr herangezogen) die 2-Prozent-Obergrenze berechnet. Sobald diese im laufenden Jahr 2013 erreicht ist, wird die Befreiung dem Arzt bzw. der Ordinationshilfe nach Stecken der e-card in das Lesegerät angezeigt. Der Schutz Ihrer Daten Einkommensdaten und Daten zum persönlichen Medikamenten- bedarf sind höchst privat und sensibel. Daher werden für diese neue Sozialleistung keine neuen Daten erhoben oder gespeichert,

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